Biennale Blau Diessen – Der See und wir

41 KünstlerInnen zu einem Thema

vom 4. bis zum 17 November im Blauen Haus, Prinz-Ludwig-Str. 23 und VR-Bank, Herrenstraße 5, Diessen am Ammersee
Die Vernissage findet am Sonntag, den 4. November um 15:00 Uhr im Blauen Haus in Diessen statt.

„Die Landschaft prägt den Menschen, der in ihr lebt. Sie ist bedrohlich, erzeugt Einsamkeit, ist lieblich und auch Zuhause. Hat man den Ammersee vor der Haustür, ist die Beschäftigung mit ihm unausweichlich, besonders für Künstler. Seit mehr als 150 Jahren ist der See und die Region für viele bedeutende Künstler Ort der Inspiration und künstlerische Heimat. Was diese Auseinandersetzung heute bewirkt, kann in der Ausstellung ‚Der See und wir‘ vom 4. bis zum 17. November im Blauen Haus in Diessen am Ammersee bestaunt werden.“

Kunst von Natalia Alf, Kurt Bergmaier, Angelika Böhm-Silberhorn, Martin Burger, Gudrun Daum, Sybille Engels, Monica Fessl, Dieter Finzel, Frank Fischer, Walter Friesenegger, Thorsten Fuhrmann, Monica Gayer, Martin Gensbaur, Reinhard Giebelhausen, Svea Graf, Silvia Großkopf, Grazyna Guerrero, Christine Herr-Tropp, Verena Kloos, Heide Karin Konwalinka, Zdenek Kotala, Carmen Kubitz, Katharina Lehmann, Sylvia Leutelt, Silvia Mühleisen, Burkhard Niesel, Trine Pesch, Tanja Popp, Lisa Rodrian, Ramona Romanu, Gabriele Rothweiler, Kai Schaufler, Leonhard Schlögel, Michelle Schratz, Ulrike Schroeter, Gislinde Schröter, Matthias Seitz, Joachim Skambraks, Harry Sternberg, Axel Wagner, Klaus Wingefeld

DATEN
‚Der See und wir‘ vom 4. Nov bis zum 17. Nov 2018 im Blauen Haus, Prinz-Ludwig-Str. 23, 86911 Diessen.

Vernissage: Sonntag, 4. November, 15 Uhr im Blauen Haus, Dießen.

Finissage: Samstag, 17. November, 19:30 Uhr im Blauen Haus, Dießen.

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Mi 13 bis 18 Uhr;
Do, Fr 13 bis 20 Uhr;
Sa, So 13 bis 18 Uhr
und VR-Bank, Herrenstraße 5, 86911 Diessen (geöffnet zu den Geschäftszeiten)

Mein Beitrag zur Ausstellung

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Raum für Kunst und Kultur – Neueröffnung Raum B1 in Utting, Bahnhofplatz 1

Freiheit – Wagnis – Staunen

Mit der Ausstellung „Freiheit – Wagnis – Staunen, Claus Bastian, Kindheitserinnerungen an Utting“ startet Harry Sternberg sein Kunst- und Kulturprogramm im Raum B1 am Bahnhofplatz 1 in Utting (www.raumb1.de), dem ehemaligen Fremdenverkehrsbüro.

In der Ausstellung werden Erinnerungen aus der Kindheit des Lebenskünstlers Klaus Bastian in Utting vor hundert Jahren gezeigt. Quelle sind Texte und Fotografien aus den Büchern von Anna Andlauer „ Du ich bin … der Häftling mit der Nummer 1“ und von Werner Weidacher „Utting am Ammersee. Das Dorf und seine Menschen in alten Aufnahmen“. Claus Bastians Sohn Stephan bereichert die Ausstellung mit Fotografien und Bilder. Er wird bei der Eröffnung anwesend sein.

Claus Bastian war Vieles in seinem Leben. Nach dem Abbruch der Realschule in Landsberg arbeitet er zunächst als Bauer, Schmied und Schäfer ehe er an die Realschule Weilheim zurückkehrt. Er besucht die Luitpold-Oberrealschule München und studiert anschließend Rechtswissenschaften in München mit einem einjährigen Gaststudium an der Pariser Sarbonne. Dort verkehrt er in Künstlerkreisen um Dufy, Miro, Picasso und verdient sein Zubrot als Stepptänzer im „Folies Bergère“.

In München zurück führt er ein mondänes Leben als Dandy, im Kopf mit einem Gemisch aus kommunistischen und kosmopolitischen Gedanken. Claus Bastian gründet den „Marxistischen Studentenclub“. Im Jahr 1933 schließt er sein juristisches Examen ab.

Im gleichen Jahr wird er in seiner Schwabinger Studentenbude als Staatsfeind verhaftet und kommt schließlich auf Umwegen als Häftling mit der Registriernummer 1 ins neu gegründete KZ Dachau. Nach 6 Monaten kommt er durch glückliche Umstände wieder frei. Während des 2. Weltkrieges will er dem Kriegsdienst entkommen, was ihm nur teilweise gelang.

Nach dem Krieg wird er unter der amerikanischen Besatzungsmacht als Rechtsanwalt zugelassen. Er führt mehr als 2000 Wiedergutmachungsverfahren für Israelis und wird er u. a. Anwalt von Albert Schweitzer. In den fünfziger Jahren beginnt Claus Bastian sich aufgrund der früheren künstlerischen Eindrücke in Paris mit der Malerei und Bildhauerei zu beschäftigen. Er gestaltet vier Kreuzwege u. a. den Kreuzweg in der Kirche „Zur Göttlichen Vorsehung“ in Königsbrunn und mehrere Brunnen. In den späten sechziger Jahren gründet er mit Gunter Sachs und Konstantin von Bayern das „Modern Art Museum Munich“ in der Villa Stuck. Er arbeitet immer wieder als Anwalt. Im Alter von 86 Jahren stirbt Claus Bastian 1995 in München-Schwabing.

Claus Bastians Lebensgefühl und -motto „Freiheit – Wagnis – Staunen“ stammt aus der Zeit in Utting wo er als Kind das Hochradfahren in der Bahnhofstraße gelernt hat: “ Meine erste Fahrt auf dem Hochrad ist für mich ein ganz wesentliches Kindheitserlebnis. Da hab‘ ich mich haltlos ins Wagnis gestürzt, und auf einmal konnt‘ ich nur staunen, was mir möglich war. Auf dem Sattel über dem großen Vorderrad sitzen und die zwei Treter kräftig treten. Genau da bring‘ ich mich in die Situation nicht stehen zu bleiben. Ich kann die Welt von oben betrachten. Aus neuer Perspektive gewinne ich größeren Überblick. Da oben gibt es keine Feinde. Und  jetzt nach vorne schauen und nicht zurück. Das Rückwärtsschauen ist nicht immer angebracht, wenn du die Balance halten willst.“

Die Ausstellung im Raum B1, Bahnhofplatz 1 in Utting wird am 21. Juli 2018 um 19 Uhr eröffnet und kann jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr besucht werden oder nach telefonischer Vereinbarung unter 0163-6350853. Die Ausstellung endet am 16. September 2018.

 

“Wilde Mischung” am Dorfbrunnen

Models präsentieren im Café „Tal des Lebens” – 500 Euro für Förderverein „Lebensfreude“

Utting – Na, da war was los im Café „Tal des Lebens” steppte der Bär. Klamotten aus Streichers Tenne wurden für den guten Zweck versteigert. Elf Models aus vier Ländern präsentierten, was sonst dicht gedrängt auf Kleiderständern im Halbdunkel der Tenne hing. Hier erhielt es neuen Glanz und begeisterte Käufer, Der Charme dieses Abends lag im Unvollkommenen, im Improvisieren, im kontrollierten Chaos. Und im Humor des Publikums, das kleine Zwischenfälle mit Lachen, Klatschen und Kommentaren begleitete. Dabei stand hinter dem vermeintlichen Chaos eine straffe Regie und akribische Vorbereitung.

Almut Winkler, Hanna Kilzer und Cornelia Maslin – die drei leben in einer Wohngemeinschaft zusammen – hatten als Stammkundinnen in der Gebrauchtwaren-Tenne die Idee zu dieser Schau. Und Geschäftsführerin Gabriella Streicher machte gern mit. Denn viele ihrer Schätze gehen in der Flut der schieren Menge einfach unter. So staffierte man den Vorführraum hinter dem Café für diesen Abend mit so ziemlich allem aus, was an edlem Trödel in der Tenne angeboten wird: Sofas, Stühle, Sessel, kleine Tischchen, Teppiche, Steppdecken. Sammeltässchen, Vasen, Gläser und Kunstblumen-Arrangements. „Wilde Mischung “ als Titel für diese irre Veranstaltung erwies sich als angemessen. Fast alles, was rumstand konnte gekauft werden. Vorher aber brauchte man jede Sitzgelegenheit. Denn der Andrang war gewaltig, gut, dass da dicke Teppiche lagen. So konnte man sich bequem am Boden drapieren.

Die „Models” hatten sich die Drei im Freundeskreis gesucht. Und der ist bunt. So stammten zwei junge Männer aus Uganda und Afghanistan, eine Engländerin war dabei und natürlich die einheimischen vom Ammersee.

Zur fetzigen Musik vom DJ spazierten die Models herein. Tanzend, gestikulierend, ihre Kleider gekonnt präsentierend mit Drehungen und Sitesteps. Und immer stimmten die Accessoires zum Outfit: Wild geschlungene Tücher um den Kopf, freche Hütchen, dramatisch umgelegte Capes. Handtaschen und nostalgische Koffer ergänzten das Erscheinungsbild mal urkomisch, mal richtig schick. Natürlich passende Handschuhe und originelle Schuhmodelle. So manche High Heels wurden wohl hier zum zweiten Mal getragen (zum ersten und letzten Mal von der ehemaligen Besitzerin). 

Ansteckende Begeisterung

Und weil man das ja alles ersteigern sollte, heizte Auktionator Miene Gruber die Stimmung an. Mit Übertreibungen heilt er sich nicht zurück und pries so manchen Synthetik-Fummel als echten Chinchilla an. Aber wenn er einen berühmten Markennamen nennen konnte, rastete er vor Begeisterung fast aus. Das steckte an. Man steigerte, bot mit und bekam schließlich oft ein Schnäppchen etwa eine Lammfelljacke, einen Designer-Gehrock oder eine wunderschöne Seidenbluse. Die Preise waren niedrig angesetzt, beginnend bei einem Euro, bei wertvollen Stücken waren höchstens zwanzig Euro Mindestgebot.

Reinerlös für guten Zweck

So mancher bekam im Gebotsrausch auch, was er eigentlich gar nicht wollte. Egal, man steigerte ja für den guten Zweck. Denn der Reinerlös des Abends geht an den Förderverein „Lebensfreude e.V. “, den Ludwig Streicher gegründet hatte und den seine Frau Gabriella heute führt. „Fünfhundert Euro haben wir eingenommen”, berichtete Gabriella am späten Abend, „Vielleicht wiederholen wir die Aktion irgendwann. Es hat uns allen jedenfalls wahnsinnigen Spaß gemacht.” .

Ammersee Kurier, 13. Dezember 2017, Jutta Bäzner

Die alten Kleidungsstücke aus Streichers Tenne wurden so originell präsentiert, dass fragwürdige Fummel ersteigert wurden. Hier: Hanna Kilzer mit Daniel Mauermann (man beachte die heißen Schuhe des Herrn!). Julia Buchberger (r.) glänzte im hautengen Silberkleid ein einfallsreicher Gesichtsschmuck.

Fotos: Harry Sternberg

Kunst im Blauen Haus “Blau II”

Artikel Starnberger SZ vom 5. November 2017

Zeitungsartikel: Kreisbote Landsberg

 

 

Teilnehmer: Aghni Bauer # Agnese Martori # Angelika Böhm-Silberhorn # Annunciata Foresti # Barbara Manns # Barbara Tanck # Burkhard Niesel # Carmen Kubitz # Christiane Graf # Christiane Herold # Christiane Noll # Christine Herr-Tropp # Christian Wahl # Christoph Franke # Claudio Wingefeld # Cornelia Rapp # Dieter Finzel # Doris Trummer # Elke Jordan # Gert Stachora # Gregor Netzer # Gertraud Dankesreiter # Hajo Düchting # Hannes Kinau # Harry Sternberg # Heide Konwalinka # Helmut Hager # Inge Frank # Josef Lang # Josef Thalhofer # Jürgen Rogner # Jürgen Wassmuth # Kathleen Canady # Kurt Bergmair # Lisa Rodrian # Martin Burger # Martin Gensbaur # Monika Lehmann # Nani Weixler # Oswald Müller # Silke Gottschalk # Silvia Großkopf # Stephan Grundler # Svea Graf # Thomas Schmidt # Trine Pesch # Ulrike Schroeter

 

9. Uttinger Ateliertage 2017 – Landsberger Kreiskulturtage

Flucht und Vertreibung

Presseartikel:

Utting zwischen Mensch und Kunst – Süddeutsche Zeitung, Starnberg

Fotogalerie und ein kleiner Film zu den Kreiskulturtagen Landsberg

Während der 9. Uttinger Ateliertage und im Rahmen der diesjährigen Landsberger Kreiskulturtage zeige ich vom 24. Juni bis zum 09. Juli im Summerpark in Utting unter dem Motto “Mensch und Raum” eine fotografische Dokumentation der Lebenssituation zweier Menschen mit Migrationshintergrund: Franz R. und Abd Allah A. stammen aus völlig unterschiedlichen Lebensräumen und Kulturen, gemeinsam ist ihnen jedoch die Erfahrung von Flucht und Vertreibung sowie ihre neue Heimat Utting.

 

 

Flyer: http://www.uttinger-ateliertage.de/Images/Flyer_2017_A4.pdf

Offenes Atelier in Fischen/Pähl am 1. und 2. April 2017

Eröffnung der Ausstellung am Samstag, 1. April / 16-21 Uhr
Angelika Paschmann und Peter Grochol, Am Weißbach 28, 82396 Pähl/Fischen 

Weitere Öffnungszeiten: Sonntag, 2. April / 14-19 Uhr

Dauer der Ausstellung bis 14. Mai 2017

Insgesamt zeigen acht Künstler ihre Arbeiten der Malerei, Fotografie, Holzkunst und Keramik.

Am Samstag den 1. April um 19 Uhr 30 gibt es ein Konzert mit Kompositionen von Peter Grochol, die er auf dem Piano vorträgt, begleitet von Youssou Ndiaye, Percussion.

 

 

www.paschmann-keramikkunst.de

www.peter-grochol.de

www.willi-seitz.de

www.sigrid-w-mathews.de