

Ausstellung im Rochlhaus im Rahmen der Kreiskulturtage des Landkreises Landsberg
Der Regionalverband bildender Künstlerinnen und Künstler Oberbayern-West e.V. präsentiert
Im Spiel der Kontraste
„Die Ausstellung „Im Spiel der Kontraste“ widmet sich dem faszinierenden Wechselspiel von Gegensätzen in der zeitgenössischen Kunst. Spielerisch und aus der Freude heraus erkunden die Mitglieder des RBK in vorwiegend kleinformatigen Werken visuelle, thematische und konzeptuelle Wechselwirkungen, die das Thema Licht und Schatten aufbringt. Mit Techniken von Malerei und Zeichnung über Skulptur bis Fotografie laden die Werke zu einer intimen, detailreichen Betrachtung ein und inspirieren, über das Offensichtliche hinauszuschauen. Die Kontraste entfalten dabei eine besondere Spannung, die den Betrachter zum Nachdenken über Balance und Gegensätze im Leben anregt. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung, wie unterschiedlich und vielseitig sich das Thema in künstlerischen Ausdrucksformen umsetzen lässt.“
Vernissage Sa. 10. Mai 14 Uhr, Einführende Rede Birgit Kremer, Kunsthistorikern M.A.
Sa. + So. geöffnet von 14 – 20 Uhr, Ende 25. Mai (3 WE)
Ausstellungsort Rochlhaus in 86943 Thaining, Grasweg 20
Heimatverein Dießen
Taubenturm, neben der Klosterkirche
26. April bis 4. Mai 2025
Eröffnung · 25. April, 19.30 Uhr
Sa. / So. und 1. Mai · 14 – 18 Uhr
https://heimatverein-diessen.de
Kunstfenster, Hofmark 13, Dießen
„Schatten sind Löcher im Licht. Sie brechen unsere Wahrnehmung auf geheimnisvolle Weise.“ Michael Baxandall bringt mit seinem Buch „Löcher im Licht“ den Stein ins Rollen und schenkt unserer Ausstellung und der neuen Ausgabe des Kunstfensters den Titel. Baxandall vergleicht Erkenntnistheorien des 18. Jh. mit zeitgenössischen Modellen zur Schattenrezeption und kommt zu dem Ergebnis: „Löcher im Licht können uns aufklären, oder (besser) sie könnten.“ Die Aufklärung, das „Lichtzeitalter“, wollte die Schattenbilder überwinden wie alles Dunkle und Irrationale. Man wollte die Menschen aus der Gefangenschaft in Platons Höhle befreien. Schatten wurden mit wissenschaftlicher Präzision untersucht und auch von Künstlern „skiagrafisch“ studiert. Heute geht es um die Frage, wie man das „geheimnisvolle“ Phänomen eines Schattens dem Computer erklärt. In einer Zeit, in der die Künstliche Intelligenz immer mehr lernt, Aufgaben des menschlichen Auges und letztlich auch des Gehirns zu übernehmen, gewinnen solche Fragen an Bedeutung. Als Baxandall sein Buch Anfang der 90er-Jahre schrieb, steckte die Entwicklung noch in den Kinderschuhen. Inzwischen bedienen sich Künstler längst der neuesten Technologie um Bilder zu machen. Den Herausgeber des Kunstfensters und Initiator der Ausstellung beschäftigen „skiagrafische“ Studien im „plein air“ des Südens schon lange. Am „Orchideenbach“ nahe Taipei denkt der Philosoph Fabian Heubel über das unterschiedliche Verhältnis der chinesischen und europäischen Malerei zum Schatten nach. Platons Bild einer Höhle stellt er Laozis Bild der Schlucht gegenüber. Am transkulturellen Vergleich der taiwanischen Berg-Wasser-Malerin JIANG Sanshi mit den eigenen Arbeiten, am Gegensätzlichen, versuchen wir das Eigene zu erkennen. Nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler beteiligen sich mit Beiträgen. So entsteht in den drei Stockwerken des Dießener Taubenturms und im Kunstfenster ein Panorama zeitgenössischer Möglichkeiten das Phänomen des Schattens in Malerei, Fotografie und anderen Medien neu zu sehen.
DAS KUNSTFENSTER 11 · ISBN 978-3-9823039-4-9
Text: Ulrike und Martin Gensbaur (Hg.) · Fabian Heubel
Bilder: Margareta Biegert-Simm · Angelika Böhm-Silberhorn · Mauro Corbani · Carola Dewor · Christoph Franke · Thorsten Fuhrmann · Martin Gensbaur · Ben Goossens · Sabine Jakobs · JIANG Sanshi · Uwe Kobold · Susanne Kohler · Hans-Henning Lüßmann · Giorgio Ortona · Nicolai Schneider · Harry Sternberg · Ingried Stuckenberger · Myriam Tirler · Tim Webster & Sue Noble
In Kürze / coming soon …. GEMS
RBK-KünstlerInnen präsentieren um 18 Uhr zur Langen Kunstnacht Landsberg am Lech ihre Lieblingswerke am 21. September in der Zedergalerie! (bis zum 5. Oktober 2024)
Geöffnet Mi, 11 – 14 Uhr, Fr 14 – 17 Uhr, Sa 12 – 15 Uhr
Zedergalerie, Hauptplatz 155, Zederpassage, 86899 Landsberg am Lech
43 Positionen in Malerei, Skulptur, Fotografie, Montage, Collage, Druck, Ton, Digital Art
Eröffnung am Samstag, 15. Juni um 18 Uhr mit musikalischer Umrahmung des „Abstract Truth“ Jazz Trio
Die Ausstellung. RBK
Dauer: 15. – 30. Juni 2024,
Di – Fr von 16 –20 Uhr,
Sa, So von 14– 20 Uhr
Säulenhalle am Stadttheater
Schlossergasse 381
86899 Landsberg am Lech
RBK Regionalverband Bildender Künstlerinnen und Künstler
Oberbayern West e.V.
www.rbk-oberbayern.org
Mein Beitrag zur Ausstellung: #noconceptart_img_20230701_180244
Der Galerieverein Landsberg lädt zur Ausstellung „ANIMALISCH“ zum Thema Mensch-Tier-Gesellschaft von 43 Künstlerinnen und Künstler in die Galerie in der Zederpassage Landsberg am Lech ein.
Eröffnung: Donnerstag, 1. Februar 2024, 18 Uhr mit
Prof.Dr. Claudia Brinker-von der Heyde
Zederpassage, Hauptplatz 155, 86899 Landsberg am Lech
Dauer der Ausstellung: 1. Februar bis 30. März 2024
Öffnungszeiten: Mi 11 -14 Uhr, Fr 14 – 17 Uhr. Sa 12 -15 Uhr und nach Vereinbarung
Die Ausstellung kann auch an jedem Tag (außer So) bis 21 Uhr beim Besuch der Zederpassage durch die Glasfassade der Galerieräume besichtigt werden.
Mein Beitrag zur Ausstellung „in memoriam – Bruno“
„Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom
Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist.“
aus George Orwells “Farm der Tiere”
Eröffnungsrede des Künstlers Martin Gensbaur zu „Rochade“,
Utting, 11. November 2023
Liebe Freunde,
„Wo nehm` ich, wenn es Winter wird…? Fragt Friedrich Hölderlin in seinem Gedicht „Hälfte des Lebens“. Und es wird Winter. Das habe ich schon bemerkt als Harry Sternberg mir diesen Raum am Montag das erste Mal aufsperrte und spätestens gestern beim Hängen der Arbeiten. Der Ofen ist mit weiß gestrichen Brettern verkleidet, zu Gunsten eines „white cube“. Er soll den Bildern keine Konkurrenz machen. Im November wäre so etwas aber gar nicht so störend. Ich werde mich also in meiner Eröffnungsrede möglichst kurzfassen.
Die Idee zu einer zweiten gemeinsamen Ausstellung von Harry Sternberg und mir kam uns bei der ersten, im vergangenen Frühjahr im Dießener Taubenturm. Unsere beiden Räume — ich nenne sie mal „Kulturzellen am Ammersee Westufer“ — das Kunstfenster in Dießen und der Raum B1 hier in Utting haben inhaltliche Schnittmengen und sie sind als Schauräume in ihrem etwas provisorischen Charakter einander ähnlich. Und auch der Blick meines Kollegen Sternberg, der sich „enpassant“ nennt, kommt dem meinen nahe. Denkt man beispielsweise an die vielen Tankstellen und andere unbedeutende Orte, an denen ich als Maler nicht vorbeikomme. Was andere ausblenden oder übersehen, entdeckt und vergrößert der Fotograf Harry Sternberg zu einem Bild, oft überraschend, teils auch witzig — typische Sternbergs eben. Drei Arbeiten aus seiner Serie mit dem Titel „Vehikel“ sind ab heute bis Ende November bei uns im Kunstfenster zu sehen. Leider kann der Hausherr heute nicht dabei sein. Und eigentlich war auch bei uns in der Dießener Hofmark ein „Showroom“ mit mehreren seiner besonderen Fotografien geplant. Doch Gesundheitliches kam dazwischen und so gibt es heute nur diese eine Ausstellung mit nur einer Vernissage in Utting statt derer zwei in Dießen und hier.
Kommen wir zu meinen Bildern. Eigentlich meint Matisse „der Maler malt, wie der Vogel singt“. Erklärungen des Künstlers selbst seien also mehr als überflüssig. In meinem Fall ist das nicht ganz so, da ich als Lehrer gewohnt bin die Dinge zu beschreiben und zu erklären. Warum nicht auch meine eigenen?
„Wo nehm` ich, wenn es Winter wird, den Sonnenschein und Schatten der Erde“? Ich habe mit Hölderlin begonnen, weil eigenartigerweise in all den Bildern des vergangenen Sommers, die ich hier zeige, dieses Gedicht eine gewisse Rolle spielt. Dass ich in den Bildern Licht einfange, wie mit einem Brennglas, ist schon aus den italienischen Tankstellen und anderen Serien bekannt. Vielleicht gelingt mir das auch mit den „Bildern vom See“. Noch während wir gestern die Arbeiten an die Nägel hingen, meinte eine Passantin, ich fange mit den Bildern Leben ein. Licht und Leben — ja gewiss, das wäre in meinem Sinne. Wenn man so etwas in Malerei sammeln könnte wie einen Vorrat für den Winter, dann wäre dieser kleine Raum hier in Utting zumindest eine denkbare Antwort auf Hölderlins Frage. Ich bin zum Schluss noch das ganze Gedicht schuldig, geschrieben in einem Ausdruck, über dessen Pathos man heute teils etwas staunt. Erlaubt mir als Maler mit den Worten eines Romantikers zu sprechen. Keine Sorge: die Bilder, die wir hier sehen, sind die Bilder eines Zeitgenossen.
Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.