werden
wir an den ersten beiden Adventswochenenden – wieder auch parallel zum
Greifenberger Adventsmarkt – unsere Arbeiten in der renovierten Alten
Schule
zeigen.
Harry Sternberg zeigt neue Fotos aus seiner Fotoserie „En Passant“, in denen die Farbe Blau eine Rolle spielt. Axel Wagner wird neue Fotoarbeiten der Serie „minusblau“ ausstellen.
Der Ausstellungstitel ist
„+ –
Blau“.
Die Ausstellung ist in der Alten Schule Greifenberg, Hauptstr. 47, an den ersten beiden Adventswochenenden (Samstag/Sonntag, 30. November und 1./ 7./8. Dezember) jeweils von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr zu sehen.
DER LANDSBERGER KUNSTAUTOMAT – DIE 15. SPIELZEIT Die Vernissage findet am Donnerstag, den 12.September um 19 Uhr direkt vor dem Kunstautomaten statt, Spitalplatz 393 in Landsberg am Lächeln Diesmal eine recht bairische Spielzeit, dazu passt auch, das uns der Liederpoet Wolfgang Weise zur Vernissage aufspielt. Die Kunst kommt diesmal von Julietta Geistini, Mariamaggdalena, Rumjana Praxenthaler, Gabriele Rothweiler, Harry Sternberg und Wolfgang Weise
„Horizonte“ heißt die neue Ausstellung im Studio Rose, in der sich der 2017 verstorbene Uttinger Künstler Hans Dumler der Landschaftsmalerei widmet. Studio Rose, Bahnhofstraße 35, 86938 Schondorf Vernissage: Freitag 6. September 2019, 19 Uhr Öffnungszeiten jeweils von 11 bis 18 Uhr Samstag, Sonntag 7. und 8. September und Samstag, Sonntag 14. und 15. September
Fünf Tage lang Kunstspektakel im Warmbad Greifenberg mit fast 5.000 Besuchern – Ein Rückblick
Ammersee Kurier, Dienstag 7. Mai 2019
VON GRETCHEN KNOPF
Greifenberg „Kunst geht Baden“ war der Titel des möglicherweise größten, reinen Kunstevents im Landkreis, und wer nicht dort war, hat sicherlich etwas verpasst. Doch es gibt einen Silberstreif: denn man kann das Geschehnis im Netz nacherleben; die gut gepflegte Homepage www.kunstgehtbaden.de, wird als Katalog online bleiben und in den kommenden Tagen sogar noch um viele Fotos und Filme erweitert werden.
Als sich am Sonntag, nach zweistündiger Verlängerung des „Kunst-Badebetriebs“, die Tore der Greifenberger Warmbadeanstalt nunmehr für immer schlossen, haben Minimum 4 .702 Besucher die Gelegenheit genutzt, die spannende Location im Kunstgewand zu genießen. Petra Tiessler, die ihren eigenen Angaben zufolge mit Kunst bislang keine intensive Berührung gehabt hatte, aber während der meisten Ausstellungstage in der ehemaligen Kartenverkaufskanzel am Eingang des Geländes die Besucher gezählt oder übriggebliebene Eintrittskarten als Souvenirs ausgegeben hatte, schwärmt: „Ich wollte in meinem ganz normalen Leben mal an etwas Außergewöhnlichem teilnehmen und dieses Ziel ist weit übertroffen worden. “
Ihre Euphorie wurde und wird geteilt, so haben sich knapp 15.000 Menschen die Beiträge zur Ausstellung auf Facebook angesehen, Deutschlandfunk und BR berichteten ausführlich über das Event, wie auch alle Printmedien der weiteren Region. „Sichtbarkeit und Output sind phänomenal“, freut sich Pressesprecherin Maren Marten. „4 Becken, 20 Räume, 40 Künstler“ hatte ein Slogan der Ausstellung gelautet und Größe sowie Vielfalt versprochen. Genauso war es dann auch gekommen. Etliche Besucher besuchten das rund 12.000 Quadratmeter große Areal sogar an mehreren Tagen in Folge, da sie von Dichte und Menge der künstlerischen , Arbeiten überwältigt waren. Und nicht nur sie.
Der renommierte Holzbildhauer aus Denklingen, Josef Lang, gestand, „ich bin selbst total überrascht von der Vielfalt der Ideen und dann noch in dieser Menge. Ich hätte auch nicht erwartet, dass es so ein Besuchermagnet wird. Auch Harry Sternberg, Fotokünstler aus Utting, ist bewegt:
„Ich sehe nur glückliche Gesichter, alles ist freudig. “ Ebenso geht es der
Holzhausener Objektkünstlerin Angelika Hoegerl: „ Es ist ein tolles Gefühl so
viele Menschen zu erreichen. Gesine Dorscher, die in Herrsching lebt und
arbeitet, resümiert begeistert: „Die Warmbadaktion hat Kunstuninteressierte zu
Kunstinteressierten und sogar Kunstspezialisten gemacht. “
Organisiert hatten die „Documenta des Fünfseenland“, wie die groß angelegte Ausstellung von einigen Besuchern getauft worden war, das „Freischwimmerteam“, bestehend aus Axel Wagner, Andreas Kloker und Janos Fischer. Die drei Künstler des Ammerseewestufers waren seit Ende Januar unermüdlich tätig gewesen, um Genehmigungen einzuholen. Sponsoren zu gewinnen, Künstler und Performer anzusprechen. das Gelände zu sichern und die Werbetrommel zu rühren. Bildhauer Franz Hartmann sprach den teilnehmenden Künstlern aus tiefster Seele, als er zum Abschluss der Veranstaltung sagte: „1000 Dank an alle, die das ermöglicht haben und an Axel, Andreas und Janos, die uns das Geschenk machten, hier ausstellen zu dürfen“
Das Greifenberger Freibad (Nordspitze Ammersee) wird nach über 40 Jahren abgerissen und neu gebaut. Axel Wagner, Andreas Kloker und Janos Fischer organisieren als „Zwischennutzung“ ein Kunstfest, wie es das nur selten gibt: In dem großen Areal werden 40 Künstler insgesamt weit über 300 Arbeiten ausstellen. Dazu gibt es Performances, abends Konzerte (in den leeren Becken). Wir freuen uns auf 5 spannende, interessante, anregende Tage und hoffen euch zu sehen!
Parken könnt ihr in der Umgebung des Warmbads und jenseits der Geschäftszeiten auf dem ALDI – Parkplatz (ist für Besucher von K.G.B. erlaubt). Für Essen und Trinken ist gesorgt.
Klotzen statt kleckern! Die Reihe Kunstwerk des Monats beginnt auch im Jahr 2019 mit einer Hommage an einen verstorbenen Künstler. Im Januar wird mit freundlicher Unterstützung des Fritz-Winter-Ateliers in Dießen ein Gemälde von Fritz Winter aus dem Jahr 1949 im Katharina-von-Bora-Haus in Berg zu sehen sein. Die Präsentation findet am Mittwoch, 9. Januar 2019, um 19.30 Uhr statt.
Wie jedes Jahr gilt: Die evangelische Kirchengemeinde Berg stellt in Kooperation mit dem Kulturverein Berg jeden Monat eine Künstlerin oder einen Künstler mit einem ausgewählten Werk vor.
Und in diesem Jahr gilt: „Kunst wird erst dann interessant, wenn wir vor irgendetwas stehen, das wir nicht gleich restlos erklären können.“ Christoph Schlingensief lieferte das diesjährige Motto der Veranstaltungsreihe. An der Schnittstelle zwischen Kunst und Religion will das „Kunstwerk des Monats“ einen Raum der Begegnung schaffen. Brot, Wein und ein Text begleiten das Kunstwerk des Monats am Abend der Präsentation.
Das Projekt wird von Katja Sebald kuratiert und von der Gemeinde Berg gefördert. Gastgeber ist Pfarrer Johannes Habdank.
Das Kunstwerk des Monats wird immer am zweiten Mittwoch eines Monats um 19.30 Uhr im Rahmen eines kleinen Empfangs im Katharina-von-Bora-Haus am Fischackerweg 10 in Berg präsentiert.
Die weiteren Termine im ersten Halbjahr 2019 sind am 13. Februar mit Anna Eibl-Eibesfeldt aus Ascha bei Straubing, am 13. März mit Harry Sternberg aus Utting, am 10. April 2019 mit Walter Tafelmaier aus München, am 8. Mai mit Agnese Martori aus Dießen und am 12. Juni mit Benedikt Zint aus Dietershofen.
Süddeutsche Zeitung, Starnberg – Kultur, 5. November 2018, 22:13 Uhr
Ausstellung
Zur Biennale zeigen 41 Künstler in Dießen nicht nur große Formate und eindrucksvolle Motive, sondern auch Pretiosen, die das Leben am Ufer humorvoll oder kurios illustrieren. Die gelungene Ausstellung ist noch bis 17. November im Blauen Haus zu sehen
Von Katja Sebald , Dießen
Die Macher
der aktuellen Ausstellung im „Blauen Haus“ in Dießen haben, wenn
alles gut geht, mit der „Biennale Blau“ eine schöne neue Tradition
begründet: Die von Christiane Graf, Elke Jordan und Gregor Netzer organisierte
Bilderschau zum Thema „Blau“ soll künftig im Zweijahresturnus am
selben Ort stattfinden. Und die drei haben auch sonst alles richtig gemacht:
Sie tragen mit der überregionalen Ausschreibung zur Belebung der lokalen
Kunstszene bei und stellen gleichzeitig mit dem Motto „Der See und
wir“ einen Ortsbezug her. Sie haben mit der Münchner Kunsthistorikerin
Karin Sagner eine unabhängige Kuratorin verpflichtet und selbst keine eigenen
Arbeiten eingereicht, obwohl alle drei künstlerisch tätig sind.
Zum Thema „Der See und wir“ hat Grazyna Guerrero ihre ganz eigene Version der „Geburt der Venus“ beigesteuert. (Foto: Franz Xaver Fuchs)
Am Ende
aber setzten sie ihren künstlerischen Blick ein, um aus 73 höchst
unterschiedlichen Arbeiten von 41 Künstlern eine harmonische und trotzdem
abwechslungsreiche Ausstellung zu arrangieren. Das ist umso beachtlicher, als
bei Weitem nicht alles als große Kunst gelten kann, was nun in den beiden
Räumen versammelt ist. Vor allem im Bereich Skulptur und Installation hätte man
sich aussagekräftigere Exponate gewünscht.
Qualitätvolles
ist allerdings aus den Bereichen Malerei und Fotografie zu sehen. So sind etwa
die großzügig impressionistischen Bilder von Angelika Böhm-Silberhorn schöne
Beispiele der Plein-Air-Malerei im wahrsten Sinne des Wortes: Im Ausstellungskatalog
berichtet die Malerin, dass sie für das erste ihrer großformatigen Gemälde von
ins Wasser springenden Kindern mitsamt ihrer Staffelei auf die oberste
Plattform des Uttinger Sprungturms geklettert ist. Für das zweite saß sie zwar
weiter unten, wurde dann aber beim Malen hin und wieder von hochspritzendem
Wasser erfrischt. Malerische Qualität haben aber auch die figürlichen
Darstellungen von Gudrun Daum und das abstrakte Diptychon „Im
Seedschungel“ von Lisa Rodrian.
Unter vielem Anderen ist ein Objekt von Thorsten Fuhrmann ausgestellt.(Foto: Franz Xaver Fuchs)
Die
Bandbreite der fotografischen Arbeiten reicht von den stark abstrahierten und
farblich reduzierten „Zeichen im Wasser“ bei Svea Graf über die
stimmungsvollen Spiegelungen von Frank Fischer bis hin zu einer extrem stark
bearbeiteten und farblich völlig überdrehten Aufnahme von Joachim Skambraks.
Zurückhaltend und still sind die herbstlichen Momentaufnahmen am Ammerseeufer
von Matthias Seitz; höchst ästhetisch die Bilder von Seeoberflächen, zu denen
sich Kai Roman Schaufler am Chiemsee inspirieren ließ. Einen
„Wintersturm“ am Ammersee zeigt der Uttinger Fotograf Harry
Sternberg: Die durch den Direktdruck auf gebürsteten Alu-Dibond erzielte
Oberflächenstruktur ergänzt das eigentliche Bild auf spannende Weise.
Das Bild „Blue Sail“der Dießener Künstlerin Gabriele Rothweiler ist in der Kunstausstellung im Blauen Haus ausgestellt. (Foto: Franz Xaver Fuchs)
Es sind
jedoch nicht nur die großen Formate und die eindrucksvollen Motive, die den
Reiz dieser Ausstellung ausmachen. Unter den Exponaten finden sich auch einige
kleine Preziosen, die das Leben am und im See auf humorvolle oder vielleicht
auch nur einfach kuriose Weise abbilden. So hat etwa Trine Pesch irgendwo am
Seeufer drei „Luftiküsse“ gefunden: Das sind bezaubernde, merkwürdige
Objekte aus Filz und Samenkapseln. Gislinde Schröter warnt mit einer filigranen
Objektcollage aus Angelschnüren mitsamt Haken vor der „zarten Gefahr“
unter Wasser und Michelle Schratz hat in Windach ein kleines
Papierfischlein gefangen.
Sylvia
Leutelt hält auf Bierdeckeln mit spitzer Feder ihre Eindrücke von Stammtischen
in Seenähe fest und Sybille Engels zeichnet gleich im Strandbad.
Unverwechselbar und immer wieder schön anzuschauen sind die lebendigen Szenen,
die Martin Burger in Utting am See findet und sowohl mit Kreide wie auch
Acrylfarbe auf Zeitungspapier bannt.
Die
Ausstellung „Der See und wir“ ist noch bis zum 17. November 2018
täglich von 13 bis 18 Uhr sowie donnerstags und freitags bis 20 Uhr im „Blauen
Haus“ in der Prinz-Ludwig-Straße 23 in Dießen zu sehen
Mit der Ausstellung „Freiheit – Wagnis – Staunen, Claus Bastian, Kindheitserinnerungen an Utting“ startet Harry Sternberg sein Kunst- und Kulturprogramm im Raum B1 am Bahnhofplatz 1 in Utting (www.raumb1.de), dem ehemaligen Fremdenverkehrsbüro.
In der Ausstellung werden Erinnerungen aus der Kindheit des Lebenskünstlers Klaus Bastian in Utting vor hundert Jahren gezeigt. Quelle sind Texte und Fotografien aus den Büchern von Anna Andlauer „ Du ich bin … der Häftling mit der Nummer 1“ und von Werner Weidacher „Utting am Ammersee. Das Dorf und seine Menschen in alten Aufnahmen“. Claus Bastians Sohn Stephan bereichert die Ausstellung mit Fotografien und Bilder. Er wird bei der Eröffnung anwesend sein.
Claus Bastian war Vieles in seinem Leben. Nach dem Abbruch der Realschule in Landsberg arbeitet er zunächst als Bauer, Schmied und Schäfer ehe er an die Realschule Weilheim zurückkehrt. Er besucht die Luitpold-Oberrealschule München und studiert anschließend Rechtswissenschaften in München mit einem einjährigen Gaststudium an der Pariser Sarbonne. Dort verkehrt er in Künstlerkreisen um Dufy, Miro, Picasso und verdient sein Zubrot als Stepptänzer im „Folies Bergère“.
In München zurück führt er ein mondänes Leben als Dandy, im Kopf mit einem Gemisch aus kommunistischen und kosmopolitischen Gedanken. Claus Bastian gründet den „Marxistischen Studentenclub“. Im Jahr 1933 schließt er sein juristisches Examen ab.
Im gleichen Jahr wird er in seiner Schwabinger Studentenbude als Staatsfeind verhaftet und kommt schließlich auf Umwegen als Häftling mit der Registriernummer 1 ins neu gegründete KZ Dachau. Nach 6 Monaten kommt er durch glückliche Umstände wieder frei. Während des 2. Weltkrieges will er dem Kriegsdienst entkommen, was ihm nur teilweise gelang.
Nach dem Krieg wird er unter der amerikanischen Besatzungsmacht als Rechtsanwalt zugelassen. Er führt mehr als 2000 Wiedergutmachungsverfahren für Israelis und wird er u. a. Anwalt von Albert Schweitzer. In den fünfziger Jahren beginnt Claus Bastian sich aufgrund der früheren künstlerischen Eindrücke in Paris mit der Malerei und Bildhauerei zu beschäftigen. Er gestaltet vier Kreuzwege u. a. den Kreuzweg in der Kirche „Zur Göttlichen Vorsehung“ in Königsbrunn und mehrere Brunnen. In den späten sechziger Jahren gründet er mit Gunter Sachs und Konstantin von Bayern das „Modern Art Museum Munich“ in der Villa Stuck. Er arbeitet immer wieder als Anwalt. Im Alter von 86 Jahren stirbt Claus Bastian 1995 in München-Schwabing.
Claus Bastians Lebensgefühl und -motto „Freiheit – Wagnis – Staunen“ stammt aus der Zeit in Utting wo er als Kind das Hochradfahren in der Bahnhofstraße gelernt hat: “ Meine erste Fahrt auf dem Hochrad ist für mich ein ganz wesentliches Kindheitserlebnis. Da hab‘ ich mich haltlos ins Wagnis gestürzt, und auf einmal konnt‘ ich nur staunen, was mir möglich war. Auf dem Sattel über dem großen Vorderrad sitzen und die zwei Treter kräftig treten. Genau da bring‘ ich mich in die Situation nicht stehen zu bleiben. Ich kann die Welt von oben betrachten. Aus neuer Perspektive gewinne ich größeren Überblick. Da oben gibt es keine Feinde. Und jetzt nach vorne schauen und nicht zurück. Das Rückwärtsschauen ist nicht immer angebracht, wenn du die Balance halten willst.“
Die Ausstellung im Raum B1, Bahnhofplatz 1 in Utting wird am 21. Juli 2018 um 19 Uhr eröffnet und kann jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr besucht werden oder nach telefonischer Vereinbarung unter 0163-6350853. Die Ausstellung endet am 16. September 2018.