Was vom Leben blieb

Eine fotografische Spurensuche im ehemaligen Malek-Haus

Als ich das ehemalige Malek-Haus 2024 fotografierte, war von der ursprünglichen Einrichtung bereits fast nichts mehr vorhanden. Das Haus war weitgehend leer.

Geblieben waren nur wenige Spuren: der alte Ofen, ein Rest von einem Kühlschrank, Gebrauchsspuren an Wänden und Böden – und einige Fotografien, die noch an der Toilettentüre hingen. Kleine, unscheinbare Dinge, die plötzlich zu Zeugen eines vergangenen Lebens werden.

Mich interessierte gerade diese Leere.

Nicht das vollständig erhaltene Zuhause eines Menschen, sondern das, was nach seinem Verschwinden noch sichtbar war. Die wenigen Dinge wurden zu Hinweisen auf ein Leben, das sich nur noch erahnen ließ.

Jan Malek hatte hier über viele Jahre gelebt und als Kunstschreiner gearbeitet. Das Haus war sein Wohn- und Arbeitsort. Als ich dort fotografierte, war diese Zeit bereits vergangen.

Kurz darauf wurde das Gebäude umgebaut. Die wenigen verbliebenen Spuren verschwanden.

Heute ist das ehemalige Malek-Haus das Holzhäusl.

Die Fotografien zeigen deshalb nicht nur einen Ort. Sie halten einen Moment fest, in dem Vergangenheit und Gegenwart noch nebeneinander existierten.

Was bleibt von einem Leben, wenn fast nichts mehr davon zu sehen ist?

Vielleicht nur ein paar Spuren.

Und manchmal ein Bild, das sie bewahrt.

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